Veranstaltungen

An den Ufern der Drau

Die Online- Ausstellung zum Projekt An den Ufern der Drau im Rahmen von CARINTHIja2020.

Es sind vielfältige Wirkungen, die man an Menschen beobachten kann, die die Drau aufsuchen, nach ihr gefragt werden oder über sie diskutieren. Kärntens Hauptfluss weist in unserem Land eine Flussstrecke von 214 km auf. 240 Kubikmeter Wasser, also ein Glas Wasser pro Einwohner, verlassen durchschnittlich pro Sekunde mit ihr unser Bundesland bei Lavamünd.

Die Drau ist mehr als ein hydrographischer Faktor. Mit ihr verknüpfen sich Kindheitserinnerungen, Familiengeschichten, persönliche Tragödien und gemeinschaftliche Erfahrungen. An ihr manifestiert sich der technische Fortschritt und die Rückeroberungskraft der Natur. Sie steht für die Freude an und für das Ringen mit der Natur. Sie zieht Menschen an und nötigt ihnen Respekt ab. Als Symbol unseres Landes ist sie aufgeladen mit kollektiver Bedeutung. Sie bietet Erholung vom Alltag, regt an zum Nachdenken und Träumen. Wer sich auf die Drau einlässt, erhält die Gelegenheit auf Distanz zu sich selbst zu gehen, sein alltägliches Verhalten, seine Gewohnheiten, Meinungen und Haltungen, seine Zwanghaftigkeit von Außen zu betrachten, zu reflektieren und zu überwinden. Anders gesagt: die Drau eröffnet Reflexion, Lernen, Bildung.

Das Projekt An den Ufern der Drau hat sich zum Ziel gesetzt, das Leben in der Region Südkärnten aus der Sicht von Jugendlichen, Frauen und Kulturvereinen zu thematisieren. Die Geschichte der Region und insbesondere der sogenannte Volksgruppenkonflikt konnten dabei nicht ausgespart werden. Aber wozu sollten altbekannte Streitthesen und Konfliktlinien in einem Projekt wiederholt und verfestigt werden? Unsere Einladung erfolgte daher dazu, anhand der Drau über Herausforderungen des Lebens und des Zusammenlebens und über deren Bewältigung nachzudenken.

Aus den Ergebnissen dieses Nachdenkens sollten Veranstaltungsprogramme gestaltet und im Bezirk Völkermarkt präsentiert werden. Nachdem das nicht umsetzbar war, wurde die Ausstellung “Gedanken-Fluss” zusammengestellt, die Sie in sechs Online-Räumen besichtigen können. Sie ist ein unvollendetes Mosaik an Gedanken, Erinnerungen und Erkenntnissen, die auf ihre Besucher*innen hoffentlich ähnlich anregend wirken, wie die Drau.

*Gerlinde Baumann-Samitsch, Obfrau des Gemischten Chores Ruden im Gespräch zum projekt an den Ufern der Drau des Kärntner Bildungswerks.

Ein herzliches Dankeschön!

  • an die mitwirkenden Schüler*innen und Lehrer*innen der Landwirtschaftliche Fachschule Goldbrunnhof, der Praxis HAK Völkermarkt und der Volksschule St. Kanzian
  • an unsere Bezirksobfrau Irmgard Dreier für die vielen Hinweise und Kontakte
  • an die Gesprächspartner*innen für ihre Zeit und die vielen Gedanken
  • an Ass. Prof. Dr.in Irene Cennamo von der Abteilung Erwachsenenbildung der Alpen-Adria Universität Klagenfurt für die wissenschaftliche Begleitung unseres Projektes
  • an die vielen Interessenten*innen, die auf unsere Zeitungsaufrufe mit Zusendungen und weiterführenden Hinweisen reagierten
  • an Tamina Dullnig für die engagierte Unterstützung während der Erarbeitungsphase
  • an das Team von CARINTHIja2020 der Abteilung für Kunst und Kultur der Kärntner Landesregierung für die Geduld, mit der sie uns durch die Weggabelungen und Kurven folgten, die dieses Projekt zwangsläufig nehmen mußte

Das Projektteam im Kärntner Bildungswerk:

Andrea Koppitsch, Doris Rottermanner und Michael Aichholzer.